Rollenklärung beginnt nicht nur bei Aufgaben – sondern auch bei Stärken
- georgkountourakis
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Die letzten zwei Tage ging es in einem Workshopbei Landau um eine neue Führungskonstellation in einem Team.
Ein neues Teammitglied kommt dazu. Verantwortlichkeiten verschieben sich. Zusammenarbeit muss sich neu einspielen.
Und sehr schnell steht dann die klassische Frage im Raum:
Wer macht künftig was? Eine zentrale Frage in einer neuen Konstellation.
Aber aus meiner Sicht reicht es nicht, Rollenklärung nur fachlich zu betrachten. Denn wie jemand eine Rolle ausfüllt, hängt nicht nur an
Aufgaben, Zuständigkeiten und Entscheidungsräumen. Es hängt auch stark daran, wie diese Person denkt, kommuniziert, entscheidet, priorisiert und mit anderen zusammenarbeitet.
Deshalb schaue ich in solchen Workshops gerne auch auf die persönliche Ebene.
Nicht im Sinne von Schubladen, sondern im Sinne von besserem gegenseitigem Verständnis.
Ich arbeite dafür mit unterschiedlichen Instrumenten. Sehr gerne auch mit dem Gallup StrengthsFinder, weil er aus meiner Sicht einen guten Zugang bietet: Er schaut nicht zuerst auf Defizite, sondern auf Stärken.
Und genau das macht den Austausch leichter.
▶ Wo bin ich besonders stark?
▶ Wo bringe ich Energie ins Team?
▶ Wo neige ich vielleicht dazu, eine Stärke zu überziehen?
▶ Und wo kann jemand anderes eine Aufgabe vielleicht besser übernehmen, weil dort genau seine oder ihre Stärke liegt?
Gerade in neuen Teamkonstellationen kann das enorm hilfreich sein.
Denn Rollen werden nicht nur über Organigramme geklärt.
Sie werden im Alltag gelebt.
Und wenn ein Team versteht, wie unterschiedlich Menschen ihre Stärken einbringen, entsteht oft ein ganz anderer Blick auf Zusammenarbeit.
Dann geht es nicht mehr nur darum, wer formal zuständig ist.
Sondern darum, wie ein Team seine Aufgaben so verteilt und gestaltet, dass Menschen mit ihren Stärken wirksam werden können.
Das bringt Tiefe in die Rollenklärung und gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit.
Denn es wird nicht sofort über Defizite gesprochen wird, sondern über Potenzial, Ergänzung und die Frage, wie Zusammenarbeit besser gelingen kann.
Für mich ist das immer wieder ein schöner Moment in Teamworkshops:
Wenn aus Rollenklärung nicht nur eine Zuständigkeitsdiskussion wird, sondern ein gemeinsames Verstehen davon, wie dieses Team künftig wirksamer zusammenarbeiten kann.
👉 Wo habt ihr erlebt, dass Stärkenprofile oder Persönlichkeitsmodelle Rollenklärung im Team wirklich unterstützt haben?





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